Samstag, 3. März 2012

Ich komme ins Haus.
Frühstück? Hm, wohl doch nicht. Hatte sie nicht extra gesagt, wir würden bei ihnen frühstücken? Auch nicht schlimm, dann trink ich eben einen Kaffe. Ihr Freund ist da. Die Vorberreitungen für den Geburtstag laufen schon auf Hochturen.
Aber wo ist er?

Bei A. ein fragender Blick zu L und sie zuckt die Schulten. "Keine Ahnung. Irgendwas zwischen einer und seiner Freundin" -Autsch. Danke.
Nach 3 Stunden geht die Tür auf, und da steht er. Ein Lächeln zuckt über sein Gesicht, als er mich sieht. Eine Umarmung und er schmeißt sich aufs Sofa. Ich kenne diesen Zustand. Müde, abgefuckt, verwirrt, genervt von der Welt und allem. -Ohne Grund.
alle reden auf ihn ein, alle wollen etwas von ihm, er zuckt nur die Schultern. "is mir egal". Er soll etwas
 zu diesem, zu jenem sagen. Es ist ihm alles egal. Ich merke, wie sein dad immer genervter wird. Als wir 2 Minuten alleine sind schaue ich ihn fragend an. "Wie gehts dir?" er zuckt mit den Schulten. "Okay." -Wahnsinns Anwort, muss schon sagen. Ich lächle ihn traurig an. "red ein bisschen mehr, sonst gibts gleich Streit." Er verdreht die Augen. Ich weiß schon. Ich hab auch keinen Bock mehr. "Es is ihnen doch eh egal, was ich dazu sage." "komm, es ist immerhin der 50. von deiner mum!" Ich kenne ihn gut. Ich weiß, dass ihn das nicht überzeugen wird. "Aber er ist erst in 4 Wochen!" "Ich weiß. Aber es muss geplant werden. Und außerdem warst du zu lange weg, um jetzt nichts zu sagen. Du weißt, dass das nur Ärger gibt."
"Hey, was meinst du dazu: können wir Clara neben Mirko setzten?", spricht ihn L von der Seite an. Er nickt. "klar, das wird schon gehen, die verstehn sich sicher." Ich grinse ihn an. Geht doch.
Er spielt mit meinem kleinen Bruder, lacht mir ihm, und sieht tatsächlich glücklich aus.
Mir ist speiübel. Ich würde mich am liebsten übergeben. Mich bei meiner Besten Freundin ins Bett legen und bis am mein Lebensende mit keinem Jungen mehr reden. Ich will schreien und mich in meinem Bett verkriechen. Ganz weit weg von hier rennen und den ganzen Tag auf dem Sofa gammeln.
Ich will ihn nicht mehr sehen. Ich will nicht immer mit ansehen, wie er Mädels küsst, irgendjemanden aufreißt. Ich will von L keine Geschichten hören, wo sich ihr Bruder schon wieder rumgetrieben hat. Ich will nicht wissen, was er für einen Mist gebaut hat. Ich will nicht, dass meine Mum ständig mit seiner mum telefoniert. Ich will nciht, dass unsere Eltern sich andauerns über uns austauschen. Ich will.... ihn umarmen, ohne ihn anzufassen. Ich will bei ihm sein, ohne ihn zu sehen, neben ihm liegen, ohne ihn anzufassen, mit ihm schlafen, ohne ihn zu küssen. Ich will ihn, nur ihn, ohne mich zu binden. Ich will um ihn kämpfen müssen, und mir doch sicher sein, dass er nie fremd geht. Ich will mit ihm zusammen sein, ohne dass alle reden. Ich will mit ihm Händchenhalten, ohne dass es alle sehen. Ich will mit ihm zusammen sein, ohne ein Beziehung zu haben. Ich will mit ihm glücklich sein, und doch alle Möglichkeiten offen haben.
Ich will, dass es wieder so wird, wie es mal war. Dass wir wieder wir sind. Das wir über alles reden, und dann doch nebeneinander einschlafen. Ich will, dass er mich besuchen kommt, um mit mir zu reden und mich dann doch zu küsst. Ich will, dass er bei mir übernachtet, weil er zu sonst niemandem darf, und dann doch mit mir schläft. ich will... dass wir wieder Freunde sind. Freunde mit besonderen Extras.
Er nimmt mich auf dem Fahrrad mit. Kaum sind wir aus der Tür, fängt er an zu reden. Er erzählt mir, wie es in der Schule läuft, warum er sich neulich so mit seiner mum gestritten hat. Er erzählt mir, was bei dem Gespräch rausgekommen ist, und was er daran gut findet. Mit einem mal kommen all die Worte aus seinem Mund, die ihm vorhin gefehlt haben.
Er stzt mich an der Schule ab. Wir reden noch kurz, bis ich zu ihm aufsehe. Ein Lächeln und dann eine lange, feste Umarmung. Fester und läger, als eigentlich nötig.
Und dann drehe ich mich um und gehe auf das große Portal zu. Nur um mich nochmal umzudrehen und zu schauen, ob er das selbe tut. Gerade als ich ihm den Rücken wieder zudrehe, sehe ich im Fenster, wie er mir nachschaut.
Und genau dass ist es, was es so schwierig macht: unser Timing.

Nur weil wir keine Freunde sind, heißt es nicht, wir sind keine.




Mir ist so schlecht. Ich will nciht essen. Ich bin glücklich und unglücklich zugleich. Ich will mich übergeben und trotzdem unglaublich viel essen. Ich will nichts essen und nie wieder über meine Figur nachdenken müssen. Ich will, alles auskotzen, so schlecht ist mir. Ich will die Schmetterlinge wieder auskotzen, die sich irgendwann, zu einem mir unbekannten Zeitpunkt in meinem Bauch verirrt haben, wieder auskotzen. Aber das geht nicht. Mir ist einfach nur schlecht.
Would you run, and never look back? You could be my hero.
She don't even know you. She's never gonna love you, like I want to.
sometimes I run, sometimes I hide. Sometimes I'm scared of you, but all I really want is to hold you tight.
Why don't we go somewhere only we know?

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