Donnerstag, 22. März 2012

Ich stehe in meinen Balletschuhen an der Stange. Eine Leggins an, ein enges Top und darüber einen großen Pulli. Stulpen wärmen meine Beine und sorgen dafür, dass meine Muskeln nicht ganz so auskühlen. Die Dehnübungen wiederholen sich immer wieder, es fühlt sich gut an, wie sich meine Muskeln nach und nach zusammenziehen, mit größter Kraft versuchen das Bein noch ein Stück höher zu werfen. Wie sich meine Sehnen immer weiter nach außen dehnen, an ihre Grenzen gehen. Ich mag es, wie mein Körper an seine Grenzen geht und in meinem Kopf nichts außer der Musik und den Bewegungen ist. Und dann setzt irgendwann die wirkliche Musik ein. Wir drehen und durch den Raum, wirbeln herum, springen, drehen, springen höher, drehen länger, landen im Spagat und stehen wieder auf. Kopf überfüllt, Muskeln überarbeitet, Füße kaputt. Ein Lächeln auf den Lippen, auch wenn dir nicht danach ist. Meine Trainerin wirft mir Anweisungen an den Kopf, plötzlich ist die Musik aus. Die Spannung weicht aus meinem Körper, das Lächeln verschwindet wieder, meine Muskeln schreien nach einer Pause, mein Bauch nach etwas zu Essen, mein Gewissen nach Hausaufgaben. Erschöpft lasse ich mich auf einen Stuhl fallen. Essen gibts nicht. Hausaufgaben müssen noch eine Stunde warten. Meine Trainerin erklärt mir, wie ich meinen Fuß im Pasé noch besser ausdrehen kann, ich nicke bloß und höre nur halbeherzig hin. Ich bin noch zu geflasht. habe noch zu viel Adrenalin im Körper. zu viele Glückshormone, zu sehr das Gefühl, dass das heute wirklich der Wahnsinn war. Nach weiteren 40 Minuten purem Exzess verlasse ich den Saal. Völlig fertig uns absolut glücklich. Meine Trainerin gibt mir die Hand. "War gut", nickt sie mir zu. Ich muss lächeln. "danke.", mehr sage ich nicht. Das ist das größte Lob, dass man bekommen kann. Mehr würde sie nie sagen. und ich würde auch nie mehr sagen. Auch nicht, dass meine Füße bluten, dass ich kaum Treppen gehen kann, weil ich solchen Muskelkater hab. Auch nicht, dass ich bis um 12 an meinen Hausaufgaben saß, dass ich mal wieder keine Zeit für meine Beste Freundin hatte. Nein. Denn der Moment, in dem die Musik losgeht ist zu kostbar. Der Moment, wenn sie dir sagen, du sollst lächeln und dann, wenn sie dir sagen, du wärst gut. Nie ohne tanzen, nie ohne Musik! Ein paar schöne Dinge, zum durchhören. Und Zuhören!
I don't know who you are, and I don't know who you are and oh cuz I don't know who you are when you sleep with somebody else cuz I don't know who I am, when you're sleeping with him Oh it's true what they say, when you love someone, you should set them free.
and finally see what it means to be living You got a fast car but is it fast enough so we can fly away? we gotta make a decision, leave tonight or live and die this way.
you and me were meant to be. And that's why I smile!

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen