Samstag, 28. April 2012


Wir öffnen die Tür und treten in die dunkle, klare Nacht hinaus, die Sterne strahlen hell am dunklen Himmel. Ich nehme meinen Schlüssel und schließe wieder ab. R nimmt mich auf den Rücken und trägt mich zum Fahrrad. Spielt eine Runde Pferdchen „huii! Huiii!“ ruft er in den dunklen Himmel. Wir lachen laut in die Nacht hinein. Der Mond leuchtet direkt auf uns runter, irgendwo bellt ein Hund. Wir nehmen unsere Fahrräder und fahren richtung Brücke. Ein Auto mit lauter Musik und offnen Fenstern fährt an uns vorbei. E macht einen Witz, wir lachen alle.
Laut und frei.
Es ist lauwarm, nicht kalt, nicht warm. Es ist genau richtig, um im Pullover das Gute Wetter und das Ende der Woche zu begrüßen. R hat noch ein Bier in der Hand, E hängt sich an sein Fahrrad, er schwangt leicht und hält mir sein Bier entgegen. „Halt mal“ ich nehme einen Schluck und fahre weiter. Die Straßen sind hell beleuchtet, in den meisten Fenstern brennt kein Licht mehr. Aus manchen offenen Fenstern hört man Musik oder jemanden reden. Lautes Lachen füllt die Straßen, Leute mit einem Lächeln kommen uns entgegen. K zieht ihre Jacke wieder aus und fährt im langen T-shirt neben mir her. Erzählt mir von ihrem neuen Freund und hat ein Leuchten in den Augen. R dreht sich zu ihr um, fragt nach seinem Namen, lacht, als sie ihm antwortet. „kenn ich. Voll der coole Typ“ sie grinst ihn an, sie unterhalten sich darüber, warum er so cool ist, und wie K ihn kennengelernt hat. E hängt immer noch an Rs Fahrrad, R und K reden über diesen Wunderknaben.
Und ich? Ich hören ihnen einfach nur zu und schaue in die Sterne. Ein Auto fährt hupend an uns vorbei, wir nehmen zu viel Platz ein. Irgendwo öffnet sich ein Fenstern und jemand schreit ein „hey!“ nach draußen. Lachend erwiedern wir den Gruß, auch wenn er vielleicht nicht für uns bestimmt war.
Übernacht ist das Lächeln zurück gekommen.
Begrüßt den Sommer.



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