Montag, 25. Juni 2012

Ich höre, wie ein Auto vorfährt, greife nach meiner Tasche, den beiden Broten, die ich schon geschmiert habe, öffne die Tür, rufe meiner Mama ein "bis nachher!" zu und verlasse das Haus. Da sitzt F in seinem Cabrio, mit lauter Musik an und lächelt. Ich muss grinsen "hey, alles klar?" begrüße ich ihn, er nickt bloß und rückt auf seinem Handy rum. Ich halte ihm sein Brot hin und setze mich neben ihn. Greife nach seinem MP3 Player und suche mir ein Lied aus. 
Grinsend beobachtet er mich, ich fühle mich bei ihm immer sofort wie zu hause. Wir fahren ins Büro, schnappen uns zwei Kästen und eine riesen Lautsprecherbox und packen sie in sein Auto. Steigen wieder in sein Auto, drehen die Musik noch ein bisschen lauter und fahren an den See. Stellen sein Auto ab, stellen die Musik an, das Bier in den See, genießen die Zeit und schauen der Sonne beim Untergehen zu. Lachen, feiern uns selber und sind froh uns einfach für einander zu haben. Immer mehr Leute kommen, begrüßen uns, nehmen sich ein Bier und stoßen auf das Wochenende an. Manche feiern ihr bestandenes Abi, andere jaulen rum, dass sie noch 1 oder 2 Jahre warten müssen -mir ist es egal. Wir haben Wochenende. Über Schule wird jetzt noch nicht geredet!
F. erzählt mir die lustigsten Geschichten und ich lache Tränen. Ich lehne mich an ihn an, höre ihm zu und lache an den passenden Stellen. Kann mich fallen lassen und weiß, dass er mich auffängt. Antworte ab und zu oder schaue ihn einfach nur an. -Wir müssen nicht viel sagen. Wir verstehen uns auch so. 
Als ich mich zur Straße umdrehe sehe ich einen blonden Lockenkopf. F schaut in die gleiche Richtung und ruft genau in dem Moment, in dem mein Herz verstanden hat, WER da läuft und wie verrückt anfängt zu schlagen "ey! Lucas!". Der blonde Lockenkopf dreht sich, die Augen erhellen sich, er dreht sich um und kommt auf uns zu. Ich stehe auf, umarme ihn, lache ihn an und weiß nicht, was ich sagen soll. Meine Beine werden weich und ich setzt mich besser wieder hin. Mein Magen rebelliert, also trinke ich noch einen Schluck und lächle ihn weiter an. 


Trinkspiel, Blickkontakt, lachen, sein Knie an meinem, er kitzelt mich, ich lache, er lacht, und dann geht er mit Blondie auf die Toilette. 
Er und F. versuchen mich zu kitzeln, ich wehre mich, wir lachen, er hält mich fest, ich halte seine Hand fest, und plötzlich hält er auch meine fest. Sein Arm um meine Hüfte, seine Hand auf meinem Schenkel, seine Lippen an meinem Hals. Und dann steht er plötzlich auf "ich geh mal Blondie Hallo sagen".
Und weg ist er. 
Ich beobachte ihn und Blondie. Keine Hand auf ihrem Schenkel, weniger Lachen, nochmal Toilette, kein Arm um die Hüfte. Aber bei mir ist er auch nicht.
ich stehe auf. "F.? Ich müsste demnächst nach Hause. Wenn du mich fährst, können wir noch 'n bisschen bleiben. Sonst würd ich jetzt los laufen" Er schaut mich an. "ich lass dich sicher nicht alleine nach hause laufen. Ich red noch mit N fertig, dann gehen wir." Ich nicke und setzte mich zurück zu A. Beobachte Lucas und wenn ich mir was wünschen dürfte, dann wäre es kein Handy, kein neuer PC, nicht, dass Mama und Papa sich wieder lieben (das ist eh hoffnungslos), nicht dass ich ein 1,0 Abi mache, sondern nur, dass er neben mir sitzt. Aber wir sind hier nicht bei wünsch-dir-was. Und deswegen stehe ich irgendwann auf und gehe zu ihm hin. "Tschö Lucas. Ich geh jetzt" Umarmung, Hand wie zufällig kurz auf meinem Hintern und dann drehe ich mich um und gehe. -Ohne mich noch mal umzuschauen. 
Ob er sich wohl wirklich meldet, um Dienstag mit mir einen Kaffe trinken zu gehen?


I wanna be in your photos from last night.
- The Twelves, works for me


Kommentare:

  1. Wow. Das freut mich wirklich! Auch, wenn du es nicht postest, so musst du doch wenigstens mir danach erzählen, wie es war, okay? :*
    Ich werde auf jeden Fall an dich denken!!

    Und wieso ist es bei dir anders geworden? Und inwiefern? :)
    :*

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