Freitag, 6. Juli 2012


„Entlassungsantrag ist gestellt, da versprochene Praktikumsstelle nicht vorhanden ist.“ Die SMS um 5 Uhr morgens verwirrt mich. Wieso? Und was für ein Praktikum? Er ist seit einer Woche weg und ich dachte, er geht zum Bund. „Aberteuerurlaub“ wie es seine Kumpels nennen. Aber ich wusste nichts von einem Praktikum.
Die SMS macht klar: es kotzt ihn total an. Auf der einen Seite tut es mir total Leid für ihn. Wenn es irgendjemand schafft, deine Träume, die du seit 2 Jahren hattest, deinen Lebenslauf, den du dir schon immer genau so ausgemalt hast, deine Wünsche, die du schon in Erfüllung gehen sehen hast, innerhalb von einer Woche kaputte zu machen, dann ist das hart. Sehr hart, sogar.
Und trotzdem. Auch um 5 Uhr morgens weiß ich was das bedeutet: Er kommt wieder. Vielleicht bleibt er noch ein halbes Jahr hier wohnen. Vielleicht kommt er weiterhin ab und an vorbei und vielleicht bleibt mir einer der wenigen Menschen, die mir in so kurzer Zeit so ans Herz gewachsen sind, noch ein bisschen erhalten.
Und auch um 5 Uhr morgens freut sich der egoistische Teil in meinem Herzen. Kein bisschen, sondern ein bisschen sehr. 


Ich glaube, ich finde das gut. 
- Denn plötzlich schlafe ich mit einem Lächeln ein. 

Kommentare:

  1. Ich meinte deinen Post (:
    Soso. :) Aber so hab ich das auch gar nicht aufgefasst. ♥

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