Freitag, 27. Juli 2012


Er lacht mich an, umarmt mich, legt mir den Arm um die Schulter. Haut mir auf den Hinter, kichert, albert rum.
Ich streiche mir eine Strähne hinters Ohr, lache zurück, versuche mich zu wehren, mache meine Haare auf, um kurz danach doch zu entscheiden, dass das zu viel das Guten ist, drehe mich bei seinen Umarmungen weg und versuche mehr mit M anstatt mit Ihm zusammen zu arbeiten.
Teambesprechung. Er hängt mir ein Schild mit meinem Namen um „so, jetzt kannst du nicht mehr gehen!“ ich schüttle den Kopf. Heute Abend ist noch feiern und alle meine Freunde wollen, dass ich mitkomme. Und ich muss morgen um 8 nach Frankfurt. Er zuckt mit den Schulter. „ich finde, du solltest hier bleiben“ ich schüttle noch mal den Kopf. „R.?! Wenn ihr noch jemanden braucht, dann sag mir bescheid, dann komm ich. Sonst würde ich jetzt nach hause gehen.“ R zuckt mit den Schultern. „Kannst du noch kurz warten? Dann ist die Besprechung rum, dann wissen wir, ob jemand fehlt.“
Die Besprechung ist rum und es ist klar: Ich werde nicht gebraucht. Und auch wenn ich das nie jemandem verraten würde, finde ich es schade.
Er versucht es noch ein letztes mal „komm, das wird lustig! Du schlägst gerade einen romantischen Abend mit mir auf einem Boot aus“ ich schüttle noch mal den Kopf. Wir wissen doch beide, wie das endet. Mit einer Flasche Rotwein und einem Kuss und dann einem verlegenen „lass es uns besser sein lassen“ Gespräch. Es wir damit enden, dass wir deine Freundin vergessen und vergessen wer wir sind, und wie viel älter du bist. Dass wir vergessen, was unsere Pflichten sind und uns nicht klar ist, was wir sein sollen.
Ich greife nach meiner Tasche, umarme ihn und hüpfe die Treppe runter. Nicht ohne mcih noch mal mit einem Grinsen und einem Winken zu ihm umzudrehen.
Heute Abend werde ich ohne dich mit Wein auf unsere Freundschaft anstoßen.


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