Donnerstag, 1. November 2012


Kaufland. Überall Assis. Eine Flasche Rum, eine große Cola. Überall ein bisschen rumgepöbelt, los geht’s. Das Trinkspiel, was F mitgebracht hat, ist nicht zu gewinnen.
Wir sind betrunken. Immer betrunkener. Rufen M an, weil wir den Büroschlüssel haben wollen. Sie geht ran, verwirrt, erzählt F irgendwas davon, dass sie mitten in der Schweiz ist,  F legt wieder auf. Kein Büro. Ist wahrscheinlich besser so. Sonst würden wir irgendwann zusammen, ohne Klamotten auf dem Sofa landen. Würden uns gegenseitig die Kleidung vom Leib zerren, nicht mehr wissen, was wir machen und würden am nächsten morgen aufwachen, um festzustellen, dass wir beide einen riesen Fehler gemacht haben.
Wir kommen bei A vorbei, bekleben ihren Briefkasten mit Stickern, sagen ihr, sie soll runter kommen. Sie ist nicht da. Mehr Rum, weniger Cola, alles schon nicht mehr so wichtig.
„küsse eine Person des anderen Geschlechts und trinke 4“ wir schauen uns an. Ich hätte es wissen müssen. Wieso hab ich mich darauf eingelassen? Fs Freundin ist gerade in Südafrika. Und F hat abgesehn davon versprochen, keine andere zu küssen. Ich schaue ihn an, er mich. Ich will und ich will nicht. In mir zerreist sich alles. F kann gut küssen. Das weiß ich. F will mit mir rum machen. Schon seit Ewigkeiten. Auch das weiß ich. Und F hat eine Freundin und es gibt außerdem noch ein Mädel, in das er verliebt ist. Auch das weiß ich.
Gerade, als ich ihm sagen will, dass wir das lassen sollten, dass wir einfach 5 mal trinken, und dann ist gut, beugt er sich vor und küsst mich. Beginnt sich mit der Zunge vor zu tasten, bis ich ihn wegschiebe. Ich weiß nicht, ob das eine Probe ist. Ob er mich einfach nur testen will, um zu sehen, ob ich genauso in ihn verknallt bin, wie all die anderen Mädels, aber das ist mir jetzt auch egal. Ich schiebe ihn weg und nehme die Würfel, ohne ihn an zu sehen. 

Die nächste Parkbank wird zu unserem Spielfeld, küsse den anderen, ziehe dein Shirt aus, küsse den anderen. Es fühlt sich an, als würden meine Organe in mir gerade langsam kaputt gehen. Als würde mein Magen in zwei Teile gerissen werden, als würde sich in meinem Kopf alles drehen und doch nichts bewegen. Aber vielleicht ist das auch nur der Alkohol. 

---Euch allen einen schönen 1. November. Der Winter beginnt und das da oben ist nur ein Teil des letzen Wochenendes. Vielleicht folgt bald die Fortsetzung. und, ja, hier mit ist es öffentlich: ich kann ganz schön scheiße sein. 



1 Kommentar:

  1. Jeder kann scheiße sein, oder?

    Zu deinem Bruder... sieben ist ein gutes Alter. Die Mädchen, die ich im Turnen trainiere sind sieben, alle erste Klasse und ich liebe sie.
    Wunderbares Alter, irgendwie.
    Wie alt bist du nochmal, dass du nicht mehr zu Hause wohnen könntest?
    Ich bin mittlerweile auch viel besser darin geworden, mich zu kontrollieren- fast zu sehr, würde ich meinen. Und ich kontrolliere auch Aufmerksamkeit, Lustigkeit, all das. Es macht einen beliebter, manchmal aber auch unechter.
    Da muss man aufpassen..

    Ich drück dich fest, Lina♥

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