Donnerstag, 10. Januar 2013

Ich steige aus dem Auto des Freundes meiner Mutter. Dunkelheit und Kälte umgibt mich und wenn ich ehrlich bin, fühlte ich mich schon lange nicht mehr so einsam, wie heute. Die Kälte dringt durch meine Jacke, durch meine Jeans, in meine Haare und noch während ich über den Hof laufe wird mir klar, dass in der Wohnung niemand sein wird. Dass ich morgen früh alleine frühstücken werde und dann versuchen werde, dem Tag einen Sinn zu geben. Dass mein kleiner Bruder mir keinen guten morgen Kuss geben wird und dass ich wahrscheinlich auch alleine Mittagessen kochen werden muss.
Tränen treten in meine Augen, und als Leo mir 10min später eine Mail schreibt, schaff ich es nicht ihm zu erklären, dass es mir gut geht.
"Ich komm morgen zum frühstück. Dann bist du nicht alleine. Ich komm früh, wir schlafen noch ein bisschen, und stehen dann zusammen auf"

Morgens um 6 ist es dunkel draußen  und unsere Wohnung ist leer. Mir ist kalt und mein Magen ist flau. Als ich mein Facebook checke und auf mein Handy schaue, schlägt mein Herz ein bisschen schneller. Bitte lass ihn nicht abgesagt haben.
Mein Licht am Fahrrad ist ein bisschen eingerostet und die Straßen sind leer. Kein Mensch ist sonntags morgens um 6 unterwegs. Wirklich niemand. Außer mir.
Der Bus fährt langsam über die Straßen, fast schon vorsichtig. Er ist leer. Fast. Bis auf der Blonde, der unglaublich müde aussieht. Der Blonde, der morgens um 4 in den Zug gestiegen ist. Der aus der mittleren Tür aussteigt und mich in aller Ruhe in den Arm nimmt. Der mich langsam küsst und später darauf wartet, dass ich in seinen Armen einschlafe. Der Blonde, der mein Freund ist.

Don't fall for words. Fall for actions.

Kommentare:

  1. du weißt, was für ein glück hast, oder?
    und du solltest auch wissen, dass du es wirklich verdient hast.
    Lina♥

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