Sonntag, 13. Januar 2013

Manchmal sitze ich abends vor meinem Tagebuch und blicke auf die leeren Seiten vor mir. Sie schreien mich an, wollen etwas erzählt bekommen, fragen nach der Wahrheit, fragen nach meinen Gefühlen, nach den Dingen, die ich am Tag gemacht habe. Frage nach meinem Wohlbefinden und wollen vielleicht als einzige wissen, was wirklich in mir vorgeht. 
Und dann blicke ich auf die weißen Seiten, blättere weiter vor, finde Einträge von vor Wochen. Finde Einträge, die von Leo handeln, die von mir handeln, von meiner besten Freundin, von den Menschen um mich herum, meiner Meinung und meinen Gefühlen. Und dann schaue ich tief in mich hinein und stelle fest, dass ich meinem Tagebuch im Moment nichts spannendes erzählen kann. Dass ich im Moment nicht viel über meine Freunde schreiben kann, weil sie sich immer mit den selben unnötigen Dingen beschäftigen. Kann nicht viel über mein Umfeld schreiben, weil ich zu wenig da bin. Kann mich nicht über meine Familie auskotzen, weil sie so selten da sind. Ich kann nicht viel über (nicht)essen schreiben, weil ich einen wunderbaren Freund habe, der mir jeden Tag sagt, wie hübsch ich bin, ich kann nicht viel über Leo schreiben, weil ich entweder total verliebt in ihn bin, oder ihn vermisse. 
Und wenn ich dann über meine Gefühle nachdenke, ist das einzige Wort, was ich dafür finde Glück.
...und manchmal reicht auch das nicht aus.

1 Kommentar:

  1. Du musst auch nicht schreiben.
    Man muss nicht schreiben, wenn man schreibt, schreibt man doch, weil Worte kommen, oder?

    Was deinen Kommentar angeht:
    Ja, sie ist wunderbar. Und ich werde sie vermissen, uns bleiben schließlich nur noch drei Wochen.. es ging so schnell vorbei. Ich danke dir.
    Lina♥

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