Montag, 29. April 2013

Meine Mama setzt den Blinker und biegt ab. Sie fährt direkt auf den See zu um dann nach einer Kurve direkt vor dem Trainingsheim zu stehen. Die Jungs sind alle schon da. Ein Schlauchboot steht vor der Tür und gerade sind L und A dabei einen dreifachtrailer an Ls Bus zu montieren, um ihn aus der Garage zu ziehen. In meinen Händen kribbelt es, mein Bauch scheint ganz viele Sektbläschen zu enthalten und meine Füße können nicht mehr still halten. Mein Bruder scheint ewig zu brauchen, bis er endlich ausgestiegen ist und dann springe ich hinter ihm auf den Hof. Die Jungs grinsen mich an, umarmen mich geben mir ein Küsschen auf die Wange und kichern, weil ich mal wieder zu spät bin. A kommt auf mich zu, umarmt mich, drückt mich, ich gratuliere ihm zum Geburtstag. Meine Mama räumt unsere Traingstaschen aus dem Kofferraum und ich werfe ihr nur noch einen Kuss zu und bin verschwunden. Reiße die Tür auf und bin kurz benebelt von dem Geruch. Wasser, Fisch, Neopren, Lack, Benzin, Holz, Segel, Seegras mischt sich mit Kaffe und Tee und dem Lärm der Kreissäge. M ist wieder am basteln, während die Anderen schon dabei sind alles für die Teilnehmer vorzubereiten. Ich verfrachte meinen Bruder auf das Sofa und gehe weiter in die Werkstatt. M brüllt gegen den Lärm an, macht dann die Säge doch aus und kommt auf mich zu, umarmt mich und hebt mich kurz hoch. Ich quietsche, er lacht und drückt mir seinen Kaffe in die Hand. "du siehst aus, als könntest du den hier brauchen" ich grinse und nehme ihn still schweigend mit aus der Werkstatt. M ruft mir hinterher "so war das nicht gedacht" und ich kann nur ausgelassen lachen und ein "ich weiß!" zurück rufen, als schon T auf mich zugerannt kommt und meinen Namen brüllt. Wir rücken Trailer zur Seite, stellen Boote um, tragen Masten durch den Raum und holen Segel aus dem Lager. Der Team Pullover wärmt mich von außen und von innen und der Regen scheint uns alle nicht zu stören. Denn uns ist klar: wir sind wieder dort, wo wir hingehören. In unserer Ersatzfamilie, im Wasser, auf Booten und zu der Jahreszeit, auf die wir viel zu lange warten mussten: der Sommer.



1 Kommentar:

  1. Ich wollte nur mal schreiben das deine Texte der hammer sind. Mach weiter so :)

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